Neu



Was heißt denn hier Neu?

Neugierige kosten ein Appetithäppchen, Stammgäste können auf einen Blick erkennen, ob einzelne Haiku, Tanka, Haiga oder Haibun von Georges oder Gabriele Hartmann neu veröffentlicht wurden, welches neue Buch der bon-say-verlag gerade herausgegeben hat, ob schon eine Rezension erstellt wurde und vieles mehr.

Allerdings ist nach spätestens drei Monaten auch das Neue nicht mehr neu genug und wird aus dieser Auflistung verschwinden.

Welche Veranstaltung man sich vormerken sollte, sehen Sie unter Termine.

Tipps:
Öfter mal reinschauen, damit Sie nichts verpassen.

Und wenn Sie gerne weitere Haiku, Tanka & Co lesen wollen, klicken Sie unter Verlag die Buchcover an. Dort sind Leseproben und Rezensionen hinterlegt. Und alle Haiga finden Sie unter Markt.

Viel Vergnügen wünscht

Gabriele Hartmann

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neu am 1.Juli 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann
zum Bild von Claudia Brefeld

grüner Tee
wir wiederholen
den letzten Satz

erst bei Haiga im Focus, Hrsg. Claudia Brefeld

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neu am 1. Juli 2022
ein Haiga von Michaela Kiock und Gabriele Hartmann

der frühe Tod

der frühe Tod
noch Jahre später blüht
das Erdbeerfeld

Haiku: Michaela Kiock
Foto & Gestaltung: Gabriele Hartmann
erst bei Haiga im Focus, Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 26. Juni 2022
eine Rezension zu „Verbrüderung“ von Rüdiger Jung

und zu „auf Zehenspitzen“ von Brigitte ten Brink und Rüdiger Jung
siehe weiter unten, bei den Büchern

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neu am 15. Juni 2022
2 Haiku von Gabriele Hartmann

zwischen zwei Wolken
wir schnappen
nach Licht

Familientreffen
das Schimmern der Perlen
zwischen den Knoten 

erst: haiku-heute.de; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 10. Juni 2022
ein Buch von Georges Hartmann


Verbrüderung



Georges Hartmann,
Softcover, Fadenbindung, 12,5 x 19 cm, 72 Seiten, Naturpapier, 
ISBN 978-3-945890-43-1, 12 €

Verbrüderung – Gedankenreisen …

Georges Hartmann hat mit dem Frankfurter Haiku-Kreis zwei Japan-Reisen unternommen und die hierbei gewonnenen Eindrücke einem Reisetagebuch anvertraut. 

Den Abschnitten ist jeweils ein Haiku von Georges vorangestellt.

Verbrüderung Seiten

Zu beziehen unter info@bon-say.de

Rezension Rüdiger Jung zu Verbrüderung:

Georges Hartmann „hat mit dem Frankfurter Haiku-Kreis zwei Japan-Reisen unternommen und die hierbei gewonnenen Eindrücke einem Reisetagebuch anvertraut.“ (S. 2). Georges Hartmann ist ein trefflicher Chronist. Er bringt wichtige Eigenschaften mit: Neugier und die Gabe des Staunens. Beides vermag er so weiterzugeben, dass es andere ansteckt. Er ist ein guter, weil unermüdlicher Beobachter. Er sucht nicht so sehr den Ort, wo ihn alle mitkriegen, sondern eher den, wo er alles mitkriegt. Sympathie ist wichtig – für einen Reiseführer, nicht weniger für den Chronisten einer Reise. Zu Georges Hartmanns nicht zu bezweifelnden Gaben gehört ein – notfalls Kapriolen schlagender – Humor, der auch vor der äußersten Selbstironie nicht Halt macht. Er attestiert sich „Einsilbigkeit“ (S. 5) und freut sich jeden Beistands bei der Kommunikation. Er bleibt eingeforderte Haiku schuldig (S. 18, S. 32), was ihn als Autor eher adelt, denn in Frage stellt. Die „silberne Zitrone für weltvergessenes Verhalten“ (S. 40) trägt er mit Würde – kein Zweifel, die hat er sich selbst zuerkannt.

Er ist ein Held. Man freut sich mit ihm – weil es eine Fülle neuer, verblüffender, überraschender Einblicke gibt. Und man leidet ihm, wenn man die Strapazen der Reise gewahrt. „Der Japaner scheint mit quarzgenauer Perfektion selbst den strapaziösesten Ablaufplan unter allen Umständen einzuhalten.“ (S. 7). Kein Zweifel, dass das für die deutschen Gäste eine, nein: die Steilvorlage ist. Wie die anderen Gäste muss er „das Märchen vom unersättlichen deutschen Heißhunger ausbaden.“ (S. 9). Dann sind da Momente der Ermüdung und Erschöpfung – absolut real, wenn auch mit den irrwitzigsten Folgen: „Die Zeitumstellung und zwei schlaflose Nächte lassen mein Gesicht in zartem Japanischgrau erstrahlen, wozu die Müdigkeit meine Augen zusätzlich in zwei langgezogene Striche wandelt, was die gelangweilt dreinschauende Bedienung hinter dem Frühstückstresen keine Sekunde an meiner japanischen Identität zweifeln lässt“ (S. 38). Schließlich ist die Begegnung mit einer fremden Kultur so faszinierend wie herausfordernd, was auch heißt: schlicht aufregend. „Ein schneller Blick auf die Tischkarten signalisiert mir, dass ich bei drei Japanern zu sitzen komme, was die Schweißproduktion in den Achselhöhlen sofort wieder ankurbelt.“ (S. 45). Wer zweifelt da an der hilfreichen Kraft des Humors: „Rechts ein Japaner, direkt vor mir zwei weitere und über mir lacht der liebe Gott was das Zeug hält.“ (S. 49). Es macht den selbstkritischen Beobachter aus, dass er die begrenzten Erfahrungen einer begrenzten Zeit nicht auf die Goldwaage legt: „Ob das bisher Erlebte für Japan repräsentativ oder die Wahrheit an einer ganz anderen Stelle zu suchen ist? Um Menschen, ein Land und eine Kultur begreifen zu lernen, benötigt man sicherlich mehr als eine bloße Stippvisite.“ (S. 12).

Trägt Georges für Japan einen Schlüssel in Händen, dann ist es seine Sympathie für das Land, die Kultur und die Menschen: „Und wer schon einmal von einer Abordnung des Hotelpersonals mit einem hochgehaltenen Abschiedstransparent bedacht worden ist, kann diesem gekonnt freundlichen Volk sowieso nie mehr böse sein.“ (S.21). Daran mag auch ein Tee nichts ändern, der als eher gewöhnungsbedürftig geschildert wird: „Dieser schaumig aufgerührte, spinatgrüne Sud hätte dazumal als Abwehrmittel gegen die fliegenden Reißzähne aus Transsilvanien den eher bescheidenen Erfolg des Knoblauchs garantiert weit in den Schatten gestellt.“ (S. 17). Wo man „aus Gründen der Völkerverständigung japanisches Bier zum deutschen gießt“ (S. 57), steht der titelgebenden „Verbrüderung“ nichts mehr im Wege. Zumindest für das Empfinden des Autors bleibt eine Steilvorlage der Gastgeber ohne adäquate Antwort: „Als Bekräftigung der deutsch-japanischen Beziehungen intoniert ein Frauenchor das „Heideröslein“, die „Loreley“ und „O Tannenbaum“, dem wir betrüblicherweise nichts entgegenzusetzen haben.“ (S. 22). Die Annäherung liegt zutiefst in den Händen des Humors. Etwa, wenn „ein eher betagtes Männermodell“ sich als Autor zu dem von Erika zuvor sicher diagnostizierten „Frauen-Haiku“ bekennt (S. 52). Oder die Geschenke der Gäste für Erheiterung sorgen: „Jetzt schlägt Martin zu einem weiteren Satzball auf und punktet mit echten Ostereiern von freilaufenden Hühnern, welche er an alle Damen verteilt, die selbige zwar ziemlich unschlüssig, dafür aber laut kichernd in Empfang nehmen.“ (S. 53).

Zentrale Probleme – nicht nur der japanischen Gesellschaft! – bleiben nicht außen vor: „Herr Araki beklagt (…) die immer problematischer werdende Frage nach der Bezahlbarkeit des Altwerdens.“ (S. 31).

Georges Hartmann spricht vom Haiku als „einer Kunst (…), der ich eigentlich nur so zum Spaß und mit zweifelhaften Ergebnissen nachgehe.“ (S. 48). Die Bescheidenheit ist echt, dem Befund indes gilt es zu widersprechen. „Dass der Haushund freundlicher bellt als bei unserem Einzug, gibt mir allerdings schon zu denken.“ (S. 10). Wer sensibel genug zu solcher Wahrnehmung ist, der überrascht nicht, wenn er Haiku schreibt, die dem Leser wirklich nachgehen:

Mein Herz klopft schneller.
In jeder Runzel des Mönchs
steckt eine Botschaft (S. 20)

Der Mönch senkt den Kopf.
Was für ein mieses Karma.
Das dauert, Bürschlein (S. 64)


***

neu im Juni 2022
ein Heft von Gabriele Hartmann

auf Zehenspitzen


Gabriele Hartmann, 12 Foto-Haibun, farblich reduziert, nahezu schwarz-weiß …
Heft, Drahtbindung, 14,8 x 14,8 cm, 28 Seiten, 2022, 
farbiges Außen- und Innencover
ISBN 978-3-945890-52-3, 9 €

Foto-Haibun


auf Zehenspitzen Seiten



Zu beziehen unter info@bon-say.de

2 Rezensionen zu „auf Zehenspitzen“

Brigitte ten Brink schreibt zu „auf Zehenspitzen„:

Diese drei Komponenten treten in eine wechselseitige Beziehung zueinander. Jedes lässt sich mit jedem kombinieren, kann jedoch auch eigenständig und für sich genommen bestehen.

Foto-Haibun – was soll man sich darunter vorstellen? Steht der Text wie bei einem Foto-Haiku oder einem Haiga im Foto, im Bild? Mitnichten! Gabriele Hartmann erfindet eine neue Methode der Komposition und arrangiert Foto, Haibun und Haiku auf eine, auf ihre, ganz spezielle Art und Weise. Sie löst das Haiku aus dem Haiga und kombiniert das Bild und das extrahierte Haiku mit einem Haibun, welches bekanntlich aus einem kurzen Prosatext und einem Haiku besteht.

Die Bilder, von Gabriele Hartmann verfremdete, in der Farbgebung stark reduzierte Fotos, befinden sich im Wechsel mal auf der linken, mal auf der rechten Buchseite. Auf der jeweils anderen Seite stehen die Texte. Als erstes das Haibun und am Ende dieser Seite das aus dem Bild gelöste Haiku, einmal auch ein Tanka.

Es sind im Grunde alltägliche Geschichten, die Gabriele Hartmann auf ihre beeindruckende sprachliche Art erzählt. Es wird kein Wort zu viel gesagt. Es sind genau diese Worte, die es für diesen, von ihr eingefangenen Moment, braucht, damit sich die ganze Tragweite des Geschehens entwickeln kann.

stark

Die Tür steht offen. Im halbdunklen Flur schimmert ein gemaltes Schild: „Gemeinsam sind wir stark.“ Aus dem verwilderten Garten klingt Kinderlachen.
Hinter vorgehaltener Hand weiß einer: „Das Frauenhaus!“

2 Schäge
nah der Kirche
ein RKW

Mutters Gesangbuch abgegriffen das Hohe Lied der Liebe

Leise, zart und leicht, eben wie auf Zehenspitzen, kommt dieses Buch im ersten Moment des Blätterns und Anschauens daher, um dann beim Betrachten und Lesen eine Kraft zu entwickeln, die in den Bann zieht – magisch.

und immer
ist da (d)eine Hand
die (ver)führt

Mit diesem Haiku beschließt Gabriele Hartmann ihr Nachwort auf der letzten Seite des Buches.

***

und Rüdiger Jung schreibt zu „auf Zehenspitzen“

Das Heft (14,8 x 14,8 cm) mit seinen 28 Seiten, 12 Fotos, 12 Haibun ist ein Kleinod. In ihrem eigenen Nachwort schreibt die Autorin:

„Was steht im Vordergrund: Foto? Haiku? Haibun?
Die Komponenten meiner Haiga – bestehend aus Foto und Haiku – habe ich wieder voneinander gelöst, diese Einzelteile mit Haibun – die sich zusammensetzen aus Kurzprosa und Haiku – kombiniert und nun entfalten sich alltägliche Geschehnisse zu ganz und gar nicht alltäglichen Momentaufnahmen. Die Fotos erscheinen in Farbe und Ausdruck reduziert, verfremdet und er- innern doch mit Licht und Schatten an das, was uns bewegt.“

Abgesehen vom Rot des Titelfotos, das die Außen- (und jeweils spiegel-„verkehrt“ die angrenzenden Innen-) Seiten beherrscht und an Leben und Verletzlichkeit zugleich gemahnt, sind die fotografischen Arbeiten in Schwarzweiß wiedergegeben. Das Auge nimmt grazile Strukturen war, die einen Grundeindruck fragiler Schönheit, verletzlicher Kostbarkeit evozieren. Haiku nehmen dieses Grundempfinden auf

Endstation
der letzte Waggon
abgekoppelt

Jahrestag noch immer vermag niemand die Leere zu füllen

Besonders nachhaltig harmonieren für mich das Haibun „Waldes-Ruh“, das Tanka „den ersten Schnee“ und das Foto der gegenüberliegenden Seite.

Waldes-Ruh

Auf Zehenspitzen schlendere ich von Baum zu Baum. Die angebrachten Nummern bedeuten, wessen Urne in welcher Richtung begraben wurde.

War da nicht ein Specht ?

den ersten Schnee
wollt ich malen – doch wieder
ist auf meinem Blatt
nur der Weg
den du verlassen hast

Ganz leise verorten „Urne“ und „begraben“ in der „Waldes-Ruh“ die Realität des Friedwalds. Das anschließende Tanka berührt durch den Versuch, Natur (genauer gesagt: „den ersten Schnee“) zu „malen“ und dabei über das eigene Empfinden von Abschied (genauer von Verlassen-, Zurückgelassensein) nicht hinauszukommen. „Verlassen“ bleibt dabei offen – zwischen
dem intentionalen aktiven Schritt im Leben und einer Bildlichkeit für den Tod.

Die Warnstufe „Melancholie“ auszurufen wäre gleichwohl verfrüht. Denn der Tod hat einen Widerpart: die Liebe!

auch auf dieser Reise
lehne ich dann und wann den Kopf
an deine Schulter

unsere Arche wir trotzen Wellen und Sturm

Abschließend möchte ich unser Augenmerk auf ein Haiku lenken, das nicht nur sehr berührt, sondern überdies sehr raffiniert gestaltet und voller Ambivalenz ist

Mutters Gesangbuch abgegriffen das Hohe Lied der Liebe

Ambivalenz und Raffinesse liegen mir besonders im zentralen Wort „abgegriffen“. Für sich genommen als äußerer Ausdruck der Abnutzung, des Verschleisses sicher negativ konnotiert. Als Ausdruck intensiver, liebevoller Nutzung hingegen aufs Nachdrücklichste rehabilitiert.

„Mutters Bibel“ hätte zwei Deutungen zugelassen: das alttestamentliche „Hohe Lied der
Liebe“ als einen erotischen Text sui generis, der geistlich umgedeutet wurde. Oder aber das Hohe Lied der Liebe des Apostels Paulus im 1. Korintherbrief, Kapitel 13. Letzteres begegnet im EKG auch in dem ihm vorangegangenen EKG auch in Liedform: „Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt“. Wenn man so will, die „Lesart“ fürs „Gesangbuch“!

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neu am 10. Juni 2022
1 Unterstollen von Gabriele Hartmann, hier ein Ausschnitt des Artikels aus Sommergras 137 bzw. auf haiku.de:

KreAktiv
Nicht eben einfach, wozu wir im vergangenen SOMMERGRAS angeregt hatten. Galt es doch, das Haiku eines Meisters mit einem Unterstollen zu einem Tan-Renga zu erweitern: Issa war es, von dem wir ein Haiku zum Frühling zitierten:

Ohne viel Getu ́
ist der Frühling einfach da –
Helles Himmelsgelb!

Ohne viel Getue erreichten uns 32 Einsendungen, teils heitere, teils nachdenkliche, auch stimmungsvolle. Wir lasen und staunten, gewichteten und verwarfen – wie immer war die Auswahl nicht leicht. Schließlich war es ein Unterstollen von Gabriele Hartmann, still, anmutig, in großer Klarheit, die in einfacher Sprache Wirkung erzeugt, der die meisten Punkte bekam. Wir gratulieren! Und so heißt er:

Ohne viel Getu ́
ist der Frühling einfach da –
Helles Himmelsgelb!

unter der Forsythie
unser erster Kuss


erst: auf haiku.de und in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
2 Haiku von Gabriele Hartmann

erfülltes Schweigen
die satten Farben
im Klee

Nebel über dem Fluss
niemand kommt
mir entgegen

erst: auf haiku.de und in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
1 Tanka von Gabriele Hartmann

schließ die Augen
sagst du, dann sind wir
im Paradies –
hier haben alle Zimmer
Meerblick

erst: auf haiku.de und in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
2 Haiga von Gabriele Hartmann

die Stille


die Stille
die Stille
die Stille
nach dem Einschlag


Luftangriff
eine Amsel bläht sich
im Wind

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
2 Haibun von Gabriele Hartmann

doppelt
Haibun

Ich gebe ihren Namen ein und betrachte die Bilder die google mir zeigt. Jede könnte es sein. Auch auf den Gruppenfotos: Alle der gleiche Typ.

unter der Lupe …
die Rolle der Geliebten
passt mir nicht

***

stille Wasser
Haibun

An diesem Aprilmorgen scheint die Sonne leider nicht. Ich habe den Speckstein-Ofen im Wohnzimmer entzündet. Alte Zeitungen, eine Handvoll Späne aus Obstpaletten und zwei Pellet-Stangen sorgen für eine laue Brise. Morgen werde ich zuerst die Scheibe putzen, sonst versottet sie und bleibt undurchsichtig

 . auf ewig

Jetzt flackert es anheimelnd und ich stelle mir vor, wie erotisch es doch wäre, könntest du Klavier spielen und wir lägen nackt auf einem Eisbärenfell, lauschten knisternden Flammen, schlürften Champagner und rauchten was lustiges. Nun, weder noch –- alles nicht. Wir besitzen kein Klavier, kein Fell und trinken stilles Wasser.

.     ganz ehrlich?! das hier ist nicht das Hotel California …

Gerade habe ich die Scheibe geputzt. Die Asche haben wir im Garten verstreut, untergeharkt und mit Brackwasser angefeuchtet.

.     in der Tonne meine Fratze – ich strecke mir die Zunge raus

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
3 Tan-Renga von Michaela Kiock und Gabriele Hartmann

knirschende Schritte
eine Tür öffnet sich
zum Meer

der Horizont seiner Augen
ganz nah

MK / GH

wilder Mohn
wie im Fahrtwind
er nickt

das Rauschen der Farben
trägt mich davon

GH / MK

wir träumten
heute Nacht – das Gegenteil
von Allem

atemlos nehme ich Anlauf
zum großen Sprung

GH / MK

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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neu am 10. Juni 2022
1 Tan-Renga-Sequenz von Brigitte ten Brink und Gabriele Hartmann (6 Tan-Renga)

Granatfeuer-Leuchten

am langen Tisch
die Welt an der Nase
herumgeführt (B)

Pinocchios Maske
dehnt sich (G)

Inferno
gerade noch war alles
Sonne in mir (G)

wieder einmal verspielt
den Garten Eden (B)

zerstörte Ordnung
am Rande des Fluchtweges
keimt der Frühling (B)

in beiden Händen geborgen
ein farbloses Ja (G)

quer durchs Land
drei Könige – Blutspuren
kreuzen ihren Weg (G)

kein Stern am Himmel
Granatfeuer-Leuchten (B)

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

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das Origami-Booklet Granatfeuerleuchten kann bestellt werden (2 €):
Darin findet sich die komplette Sequenz mit 12 Tan-Renga

Granatfeuerleuchten

Zu beziehen unter info@bon-say.de


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neu am 1. Juni 2022
eine Rezension von Brigitte ten Brink

ALLES!


Rita Rosen und Gabriele Hartmann: ALLES! Foto-Tanbun-Sequenz. Erschienen im bon-say-verlag 2022.
ISBN 978-3-945890-48-6. 10 €. Zu beziehen unter info@bon-say.de

Ein kleines handliches Büchlein liegt vor mir, mit Spiralbindung im Querformat 14,8 mal 10,5 cm groß, 52 Seiten stark, das gut in eine Handtasche oder auch eine etwas größere Jackentasche passt, um es z. B. zur Verkürzung von Wartezeiten zu lesen. Man könnte es auch als „chapbook“ bezeichnen, ein Einsteckbüchlein, das ganz unkompliziert überall mit hingenommen werden kann. Das Cover zeigt das Foto eines Blattes auf einem in dunkleren Rosatönen gehaltenen Hintergrund und der Titel ALLES! klingt vielversprechend.

Es entstand anlässlich der Ausstellung „100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“, die Gabriele Hartmann und Rita Rosen gemeinsam besuchten. Ihre Eindrücke haben sie in Tanbun-Form festgehalten. Ein Tanbun besteht aus einem sehr kurzen und prägnanten Prosateil mit einem abschließenden Haiku. Jedem Tanbun wurde von Gabriele Hartmann* ein Foto, zur Seite gestellt, das mit dem Text eine feinsinnige Verbindung eingeht. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Fotos der Exponate. Im Anhang findet der Leser eine Kurzbiografie Alexej von Jawlenskys, eine Kurzbeschreibung der Begriffe „Tanbun“ und „Sequenz“, ein Inhaltsverzeichnis, kurze Informationen zu den beiden Autorinnen nebst einem kurzen Nachwort zur Entstehung des Büchleins: eine Hommage an das Lebenswerk des Künstlers, die jeweilige persönliche Retrospektive einer beeindruckenden Werkschau verpackt und verbunden im „Stil japanischer Kettendichtung“ (S. 52).

Gabriele Hartmann macht mit dem Tanbun „Gold“ in mehrfacher Hinsicht den Anfang: Es ist das erste Tanbun in dem Büchlein und es behandelt sowohl die Ankunft der Autorin in Wiesbaden an einem stürmischen Herbsttag, als auch den Auftakt des Aufenthaltes Jawlenskys dort und es zieht ein beeindruckendes Resümee.

GOLD
21. Oktober. Einer dieser Herbsttürme reißt die bunten Blätter aus meinem Himmel. „In Wiesbaden man erwartet mich schon.“

am Ende
dieses Tages werde ich
reicher sein

GH (* Jawlensky an Karl Obersteg, 31. Mai 1921) (S. 5)

Abgerundet wird das Büchlein dann durch das letzte, von Rita Rosen verfasste Tanbun.

PFADE
Zwischendurch – immer wieder – wohltuend Landschaftsbilder. „Der Große Weg am Abend“ führt durch dämmriges Grün zum schwarzen Tor – verschlossen.

Zeitumstellung –
im frühen Dunkel
der NachHauseWeg

RR (S. 42)

Die beiden Autorinnen haben jeweils ihren eigenen Blick auf die Werke und ihre individuellen Empfindungen während des Ausstellungsbesuches. In den Tanbun kommt dies im ganz persönlichen Stil der jeweiligen Verfasserin zum Ausdruck. Bei Rita Rosen z. B. immer wieder ein direkter Zusammenhang zwischen dem Exponat, das sie gerade betrachtet, und dem konkreten aktuellen Empfinden bzw. der gegenwärtigen Erfahrung. So behandeln ihre Tanbun im Prosatext jeweils eines der Ausstellungsstücke und das dazugehörige Haiku ihr persönliches momentanes Erleben.

SCHMERZ
Mit den Online-Tickets in den Raum. Nebeneinander stehen. Goldbraune Striche – die Stirnfalten des Meditierenden. „Meine kranken Hände“ nannte er das Bild.

ich
zerknülle
den Flyer

RR (S. 6)

oder

GESICHT
der Weggefährtin. Hochmütig, hochnäsig, hochtalentiert. Kunterbunt. „Farbe ist Emotion“, bestimmte die W.

ein Pulk vor dem Bild –
in meinem Rücken
Ellenbogen

RR (S. 34)

Gabriele Hartmann dagegen macht auch immer wieder das „Drumherum“ zum Thema.

BLAU
Alltagsgegenstände – doch diese Farbe! Fasziniert umrunde ich die Stele, strecke eine Hand aus …

ein Räuspern
ruft mich zur Räson – ich suche
das Weite

GH (S. 21)

oder

ZUWENDUNG

Ein neuer Raum. Unter Glas die Liste der Sponsoren. Ein Herr im Cut nähert sich, nestelt am Audioguide, kommt

noch näher …
dann streift mich
Sandelholz

GH (S. 29)

Durch die Lektüre bekommt der Leser einen Eindruck von der Präsentation und dem Werk Jawlenskys. Dieser Eindruck wird durch die Fotografien, welche sowohl Ausschnitte der Exponate aber auch visuelle Erweiterungen der textlichen Inhalte zeigen, noch verstärkt.

Ein rundum gelungenes kleines Werk, das nach der Lektüre Lust darauf macht, diese Ausstellung zu besuchen, um sich eine eigene Anschauung zu verschaffen.

ALLES! Cover


Zu beziehen unter info@bon-say.de

erst am 10. Juni 2022 in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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am 1. Juni 2022
eine Rezension von Brigitte ten Brink
zu SERPENTINEN

Gabriele Hartmann: Serpentinen, Haiku 2021, bon-say-verlag, 2022
ISBN 978-3-945890-49-3, 16 €. Zu beziehen unter info@bon-say.de


210 Haiku beinhaltet dieses schlicht, man kann sagen spartanisch, gestaltete Haiku-Buch in Postkartengröße. Je ein schwarzgedruckter Dreizeiler auf einer weißen Seite, darunter die Seitenzahl – sonst nichts. Haiku pur! Nichts was ablenken könnte vom geschriebenen, vom gedruckten Wort, vom Inhalt dieser Worte, von den Texten, nichts, was davon abhält, tief in das dort Festgehaltene einzutauchen.

Es beginnt bereits mit dem Titel dieses Buches: Serpentinen. Sucht man nach der Bedeutung und nach Synonymen dieses Begriffes, wird man im Fremdwörterduden und im Synonymwörterbuch fündig. Im Fremdwörterduden1 steht u. a. die Bedeutung Kehre, im Synonymwörterbuch2 wird u. a. die Alternative Wendung angeboten. Bezogen auf die Theorie des Haiku heißt dies, innerhalb der höchstens drei Zeilen, die das Haiku umfasst, gibt es eine Überraschung und es ist alles ganz anders als (anfangs) gedacht.

Biker
in den Serpentinen
ein neues Kreuz
(S. 35)

Was in den beiden ersten Zeilen dieses titelgebenden Haiku noch nach einem Ausflug in die Berge klingt, bekommt in der dritten Zeile einen bitteren Beigeschmack, ebenso

die Brosche
die sich einst trug
versetzt
(S. 53)

Diese Wendungen sind jedoch nicht zwangsläufig tragisch

Maisonne
wie die Fältchen sich glätten
im Buchengrün
(S. 41)

Stadtmauern
diesseits und jenseits
das Lied der Amsel
(S. 81)

präsentieren immer wieder unerwartete Gedankenverbindungen

Wurzel-Rhyzom
lt. Geburtsurkunde:
Vater unbekannt
(S. 160)

und an einer Prise Spitzfindigkeit in diversen Sprachspielen fehlt es auch nicht

all1inder8er3stemichamglückzu2feln (S. 93) und nursoNEIDee (S. 177) oder

ich will
dass alles bleibt
wie es ist
(S. 174)

So steckt dieses Buch voll mit 210 Überraschungen. Die Spiralbindung lädt dazu ein, es auf einer x-beliebigen Seite aufzuschlagen und sich verblüffen zu lassen von der Vielfalt der Gedanken und Einfälle, die zu unvermuteten Schlüssen führen und immer mal wieder auch mit Erinnerungen und einem Augenzwinkern versehen sind.

unter der Bettdecke
die Eulen von Hogwarts
und ich
(S. 16)

1 Duden: Das Fremdwörterbuch. 9., aktualisierte Auflage. Duden Band 5. Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich. S. 950
Serpentine: a) Schlangenlinie; in Schlangenlinien fahren; in Schlangenlinien ansteigender Weg an Berghängen; b) Windung; Kehre; Wegschleife
2 Duden: Das Synonymwörterbuch. 4. Auflage. Duden Band 8. Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich. S. 792
Spitzkehre, Wegbiegung, Wegkehre, Wendung, Windung

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

Cover Serpentinen


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neu am 1. Juni 2022
eine Rezension von Brigitte ten Brink
zu UMLEITUNG und PERSEIDENSCHAUER

Tony Böhle (TB) und Gabriele Hartmann (GH) haben zusammen Tan-Renga gedichtet und daraus sind zwei von Gabriele Hartmann gestaltete Origami-Faltbücher mit je 6 Tan-Renga entstanden.
Schon die Titel weisen darauf hin, um was es in diesen Büchlein geht. Es geht um Facetten des Lebens, um Augenblicke, um Momente des Geborgenseins, des Glückes, der Zärtlichkeit, der Unsicherheit, des Zweifelns. Es gibt Wünsche und Sehnsüchte, wenn z. B. der Frühlingswind sich wie ein Liebhaber nähert oder das alte Orakelspiel anhand des Abzupfens der weißen Gänseblümchenblütenblätter gespielt wird und ein Perseidenschauer dies begleitet. Es gibt Aufbegehren, in dem nicht unbedingt der direkte und der sichere Weg angestrebt wird, sondern eine Umleitung, die Entdeckerlust weckt. Neben diesen beiden kleinen Geschichten, erzählen die Tan-Renga weitere, wie z. B. die folgende aus Perseidenschauer:

mit der Zeitung
und einer kühlen Brise
kehrst du zurück

in fetten Lettern
erhebt sich Gegenwind

TB / GH

Oder diese aus dem Heftchen Umleitung:

Aprilmorgen
der weiße Atem
des Weihers

ein Geheimnis bist du mir
geblieben, all die Jahre

GH / TB

Es ist wunderbar zu lesen, wie Tony Böhle und Gabriele Hartmann in ihren Unterstollen auf die von dem Partner vorgegeben Hokku reagieren, wie sich beide auf Augenhöhe begegnen und wie es ihnen gelingt zu zeigen, wieviel Leben in fünf Zeilen und maximal 31 Silben stecken kann.

erst: in Sommergras 137, Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e.V.

Umleitung und Perseidenschauer können bestellt werden: Je Origami-Booklet 2 €

Zu beziehen unter info@bon-say.de

Umleitung
Perseidenschauer


neu am 1. Juni 2022
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Stadt meiner Kindheit
im offenen Fenster
Großmutters Lächeln

erst: Haiga im Focus.de; Hrsg.: Claudia Brefeld
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neu am 1. Juni 2022
1 Tan-Renga-Haiga von Christof Blumentrath und Gabriele Hartmann

Libellenflug

Libellenflug
zwischen den Zeilen
tiefe Stille

die feinsten Tröpfchen
durch Bündel von Licht

GH / CB, Foto CB

erst: Haiga im Focus.de; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 1. Juni 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann

Parallelwelt
wir geben die Hoffnung
nicht auf

erst: Haiga im Focus.de; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 1. Juni 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann

Prozession
ich bleibe
auf dem Weg

erst: Kukai24.de, Hrsg. Stefan Wolfschütz

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neu am 15. Mai 2022
1 Tanka-Haiga von Gabriele Hartmann

der blaue Himmel



der blaue Himmel
der Narzissen beschirmt
ist der gleiche
aus dem Bomben fallen
narzisstischer Macht

erst auf einundreissig.net; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2022
2 Tanka von Gabriele Hartmann

ein fremder Herr
zieht den Hut, neigt den Kopf
zeigt Glatze, grüßt –
und endlich erkenne ich dich
an deiner Stimme!

tief ins alte Holz
schneiden wir am Hochzeitstag
wohl wissend
dass milder Frühlingssonne
manch kalte Nacht folgen wird

erst auf einundreissig.net; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2022
Tanka-Prosa von Gabriele Hartmann


WILDE IRIS*

Blaue Berge und grünes Wasser – ich blättere von hinten nach vorne durch Four Seasons at the Nezu Museum. Eine Freundin hat mir das schmucke Büchlein* geschenkt. Welch
Überraschung

dem Band entströmt der Duft
von Sandelholz

In das titelgebende Grün mischen sich kontrastierende Nuancen. Kunst und Pflanzen – namentlich Iris, Bambus, Glyzinie und Ahorn – treten visuell miteinander in Dialog. Kurze Textpassagen heben wesentliche Details hervor. Gelegentlich verleiht ein Tanka den überbordenden Bildern
Tiefe.

auch auf dieser Reise
lehne ich dann und wann den Kopf
an deine Schulter

Laternen und Statuen verführen zum Schweigen. Trittsteine geleiten am Wasserfall vorbei hinauf zum Teehaus. Schließlich empfängt mich
Stille

unter Moos geborgen
atme ich Spuren der Zeit

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*Ich habe die Redaktion gebeten, mein Haibun „wilde Iris“ in seiner Form so zu veröffentlichen, wie ich den Satz gestaltet habe: Zeilenumbrüche (vor Überraschung bzw. vor Stille) und Leerzeilen (nach Überraschung bzw. nach Stille) zum Tanka hin; die beiden Tanka selbst: zersplittert, der Mittelteil zudem als Schluss des ersten und als Beginn des zweiten zu lesen (Scharnierfunktion). Ein Rücklink (atme > Duft) vervollständigt mein Experiment… Ich finde, das Haibun (als Genre) kann mehr sein als „Prosa & jap. Lyrik“. Dieser Versuch: wenn nicht auf „einunddreissig.net“ – wo sonst?

erst auf einundreissig.net; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann

90 – Ariadnes Faden reißt

erst: Haiku-heute.de; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 4. Mai 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann

erster Frühlingsmond
wir tragen unser Herz
auf der Zunge

erst: Kukai24.de; Hrsg.: Stefan Wolfschütz

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neu am 1. Mai 2022
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Jahrestag

Jahrestag
noch immer vermag niemand
die Leere zu füllen

erst: Haiga im Focus; Hrsg. Claudie Brefeld

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neu am 15. April 2022
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Ostersonntag

Ostersonntag
über dem Gräberfeld
Morgensonne


erst: auf haiku-heute.de; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 15. 4. 2022
2 Haiku von Gabriele Hartmann

Hanami
die gesenkten Köpfe
beim Rückflug

Russisches Brot
wir buchstabieren
FRIEDEN


erst: auf haiku.heute.de, Hrsg.: Dr. Volker Friebel


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neu am 1. April 2022
ein Haiga von Gabriele Hartmann

auf die schöne Welt

Wortbruch
auf die schöne Welt
fallen Schatten

erst: Haiga im Focus, Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 1. April 2022
ein Haiku von Gabriele Hartmann

Frühlingsluft
sie bietet mir
das Du an

erst: Kukai24.de, Hrsg. Stefan Wolfschütz

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neu am 1. April 2022
ein Tan-Renga-Haiga von
Christof Blumentrath (Foto & Vers 2) &
Gabriele Hartmann (Vers 1 & Gestaltung)

Schneeglöckchen

währed wir
gen Osten starren
Schneeglöcken

der gläserne Traum
zerklirrt

GH / CB

erst: Haiga im Focus, Hrsg. Claudia Brefeld

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Und wo sind jetzt die all schönen Beiträge vor dem 1. April 2022?

Die waren nicht mehr neu genug für NEU.

Tipp:

Alle veröffentlichten Haiga finden Sie unter Markt / Haiga: https://bon-say.de/haiga/

und alle herausgegebenen Bücher mit ihren Rezensionen unter Verlag / Genre / Alle: https://bon-say.de/genre/

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Viel Freude beim Stöbern wünscht

Gabriele Hartmann