Neu

Was heißt denn hier Neu?

Neugierige kosten ein Appetithäppchen, Stammgäste können auf einen Blick erkennen, ob einzelne Haiku, Tanka, Haiga oder Haibun von Georges oder Gabriele Hartmann neu veröffentlicht wurden, welches neue Buch der bon-say-verlag gerade herausgegeben hat, ob schon eine Rezension erstellt wurde und vieles mehr.

Welchen Veranstaltungstermin man sich vormerken sollte, sehen Sie unter Termine.

Allerdings ist nach spätestens zwei, drei Monaten auch das Neue nicht mehr neu genug und wird aus dieser Auflistung verschwinden.

Tipps:
Öfter mal reinschauen, damit Sie nichts verpassen.

Und wenn Sie gerne weitere Haiku, Tanka und Co lesen wollen, klicken Sie unter Verlag die Buchcover an. Dort sind Leseproben und Rezensionen hinterlegt. Und alle Haiga finden Sie unter Markt.

Viel Vergnügen wünscht

Gabriele Hartmann

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neu am 15. Mai 2019
3 Tanka von Gabriele Hartmann

jetzt sind wir schon
sechs Jahre verheiratet
mir scheint, noch immer
benutzt er seinen Kamm nur
wenn ich es nicht sehe

früher waren sie
ihm wichtig – unsre Gespräche
heut schielt er
über den Rand der Brille
und lässt den Daumen im Buch

auch Synchronschwimmer
nehmen Kälte unterschiedlich
wahr
seufzt er
und wärmt mir die Füße

erst: „einunddreißig“; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2019
Tanka-Sequenz von Gabriele Hartmann

mein Diwan verrückt

zwischen Ost und West
pendelt mein Blick – mal tiefer
mal höher – schaukelt,
schaukelt – überschlägt sich dann
das Schiff meiner Gedanken

rollt in der Brandung
des Abends letzte Kugel
gegenläufig
dem rotierenden Kessel
verfehlt die Glückszahl

einunddreißig
erhoben zur Regel
gebrochen alsbald
abstrakte Zeichen
zu setzen

mich
auf meine vier Buchstaben
indes
von Süd nach Nord
mein Diwan verrückt

erst: „einunddreißig“; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2019
ein Haiku von Gabriele Hartmann

Weißer Sonntag
das gescheckte Kalb
schüttelt den Kopf

erst: „haiku-heute“; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 15. Mai 2019
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Osterglocken


Osterglocken
gleich wird es sich öffnen
das Portal

erst: „haiku-heute“; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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Neu am 6. Mai 2019

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Haiku-Gesellschaft e. V.
in Traben-Trarbach vom 3. bis 5. Mai 2019
erbrachte unzählige Haiku-Momente!
Die Begegnungen mit alten und neuen Freunden werden lange nachhallen.
Mein besonderer Dank gilt dem engagierten Organisationsteam
– allen voran Klaus-Dieter und Beate Wirth –
und meinen interessierten Kunden.

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Neu am 1. Mai 2019

2 Haiga von Gabriele Hartmann

ferne Welten

ferne Welten
der Mann im Mond
zwinkert mir zu

erst: „Haiga im Focus“; Hrsg.: Claudia Brefeld

erstes Buchengrün

erstes Buchengrün
ihre Lachfältchen
vertiefen sich

erst: „Haiga im Focus“; Hrsg.: Claudia Brefeld

Neu am 26. April 2019

Im Reklamekasper ist ein neuer Artikel erschienen:
Freitagsfoto: Marktende

Kurz vorm Marktende
verramschen sie den Frühling
für drei Euro den Strauß.

aus: nahtlos – 48 Haiku von Georges Hartmann.
Hier geht es zum Beitrag:

https://www.reklamekasper.de/freitagsfoto/marktende-in-uzes/

Danke, lieber Norbert Kraas!

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Neu am 15. April 2019

2 Haiku von Gabriele Hartmann

Ostersonntag
die Hand mit dem Tattoo greift
nach dem Bienenstich

Ostertage
von Pfütze zu Pfütze rankt
eine Fahrradspur


erst: „haiku-heute“; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

und ein Haiga von Gabriele Hartmann

Tanzstunde

Tanzstunde
einer der Knoten
bin ich


erst: „haiku-heute“; Hrsg.: Dr.Volker Friebel


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Neu am 14. April 2019

ein Tanka von Gabriele Hartmann


ins Frühlingslicht
halt ich das Glas mit dem Sprung
wie schillernd doch
sein Wort mir klang, als wir
gemeinsam daraus tranken

in the spring light
I raise the glass with the crack
how dubious and yet
his word rang when we
drunk from it together


erst und Übersetzung: „Chrysanthemum No. 25“; Hrsg. Beate Conrad

und 2 Haiga von Gabriele Hartmann

Kirschblüte

Kirschblüte
die Ärmel ihres Kimonos
rot gefüttert

cherry blossom
the sleeves of her kimono
lined with red


erst und Übersetzung: „Chrysanthemum No. 25“; Hrsg. Beate Conrad

Mittsommer

Mittsommer
einer der Schatten
bin ich

midsummer
one of the shadows
is me


erst und Übersetzung: „Chrysanthemum No. 25“; Hrsg. Beate Conrad

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Neu am 8. April 2019

Die Buchmesse Wunsiedel am 6. und 7. April 2019 war ein voller Erfolg!

Mein Dank gilt dem engagierten Organisationsteam
und meinen interessierten Kunden.

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Neu am 3. April 2019

eine Rezension von Dana Polz:


KÜNSTLERPECH!

Literarische Polaroids – Gabriele Hartmann und die
Ästhetik des stummen Schocks

„Aus ‚Künstlerpech‘ kann Leserglück werden“, beginnt Rüdiger Jung seine Rezension zu Gabriele Hartmanns Erzählband. (Nur) Glück, so heißt eine Erzählung dieses Bandes; sie endet auf Seite 99 – mit einem Knall. Das Glück schweigt: „Die Explosion brachte alle Geräusche, alles Denken, alles Glück zum Verstummen.“

Das Leserglück hingegen, es schweigt nicht. Künstlerpech beglückt, beglückt den Leser mit seiner Ästhetik des stummen Schocks. Wie feine Gemälde auf mundgeblasenen Glaskugeln verhalten sich Hartmanns Erzählungen; stumm reißen deren Strukturen ein. Das Ohr traut dem Auge nicht; es hat nichts gehört, will auch nichts gehört haben. In seltenen Fällen ist er von Beginn an spürbar, der (Unter-)Druck, der sich in einem abrupten Abbruch des Narrativs entlädt wie In der Kirche: „Nach seinem ersten Besuch im Kasperle-Theater hatte der kleine Andreas großen Respekt vor dem Kasperle. Der Nachmittag hatte mit Tränen der Angst geendet und ich musste ihm hoch und heilig versprechen, ihn künftig nicht mehr ins Kasperle-Theater zu schicken. […] Kaum hatten wir die Kirche betreten […], brach Andreas beim Anblick des Beichtstuhls in lautes Geschrei aus: ‚Raus hier, raus hier! Gleich kommt das Kasperle!‘“ (S.20) Ob Hartmann über die faktisch gar nicht kinderfreundlichen Wurzeln des Kasperle im Bilde ist oder der Zufall die Intuition in erschreckend reale Bahnen geleitet hat, mag an dieser Stelle keine Rolle spielen: idyllisch ist der narrative Vorhang, den sie mit Geschick zu weben weiß, den sie einreißt, zerreißt. Der Blick fällt – auf die Wand hinter der Wand, den Raum hinter dem Raum. Am Meer beginnt es: „Am Horizont küsst der Himmel zärtlich die Wasseroberfläche, saugt aus intimer Nähe Feuchtigkeit in durstige Wolkenschwämme. Des Meeres sanfte Wellen wiegen verschmolzene Tropfen in taumelndem Reigen.“ (S. 6)

Kaum eine Seite später offenbart das vielleicht verschlagendste der vier Elemente seine Janusköpfigkeit: „Dem Wasser entsteigt ein Taucher. Sein Neoprenanzug hauteng, vor dem Gesicht eine Maske. Langsam, Schritt für Schritt kommt er näher. Er hebt die Hand mit der Harpune.“ (S. 7) Das Meer, es gewährt jedem Einlass, auch den Jägern, vor allem den Jägern.

Der Film zeigt radikalere Bilder, literarische Polaroids, verschwiegene Momentaufnahmen, stumme Schreie, zeitgleich schön und verderblich: „Das Fachwerkhaus mit Schätzen vom Sperrmüll voll gestopft. Mannshohe Skulpturen im Innenhof. In Stein gehauene Gefühle. Farbenfroh die riesigen Leinwände im Atelier. Der Kräutergarten bunt und bedrohlich. Gift ist eine Frage der Dosierung.“ (S. 75)

Hartmanns Literatur ist keine, die Unschuld heuchelt; zart, verträumt, verletzlich überlässt sie dem Leser, sich subversiv zu vergiften an ihr – im besten Sinne. Dass Rache und Schmerz mit Liebe und Leidenschaft verschwistert sind, thematisiert sie nicht als erste, doch auf ungeahnt intensive und authentische Art und Weise.

Künstlerpech! gleich „Leserglück“? – In diesem Fall: Definitiv!

Dana Polz

neu am 1. April 2019

Haiga von Gabriele Hartmann



Leseraum


Leseraum
dicht an dicht
nasse Schirme

erst: „Haiga im Focus“; Hrsg.: Claudia Brefeld

* * *

26. März 2019

Gabriele Hartmann
DER WUNSCHGEIST

ein Märchen

Softcover, A6, 28 Seiten, geheftet, ISBN  978-3-945890-21-5,  6 €

Der Wunschgeist
Der Wunschgeist – das Buch


Leseprobe:

     „So was Blödes“, sagte Hans. „So hatte ich das doch gar nicht gemeint. Jetzt ist mein erster Wunsch schon verschwendet. Ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt.“
     „Dein zweiter Wunsch wurde dir erfüllt“, verkündete der Wunschgeist ergeben und verneigte sich wieder dreimal. „Der ist zu blöd, sich was zu wünschen“, dachte er ärgerlich.

Den WUNSCHGEIST gibt es auch als raffinierte „Buchkarte“ mit Buch, Karte, Lesezeichen, Umschlag und Einlageblatt: Wünsche entstehen / Wunder geschehen zum Angebotspreis von 6 €. Beschenken Sie sich und Ihre Lieblingsmenschen.

Der Wunschgeist – die Karte
Der Wunschgeist – die Karte


19. März 2019

Zu dem neuen Künstlerbuch

tango
engtanzhiq&11entanzwortspiel
gepaartzueinemhybridzeitgenössischerschreibart

gibt es eine erste Reaktion:

Ralph Günther Mohnnau schreibt:

… zurückkehrend … überrascht mich Ihre Sendung literarischer Köstlichkeiten. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt, mit welcher Energie und Kreativität Sie Ihre literarische Begabung ausgelebt haben. Insbesondere beeindruckt das Schwergewicht „tango – hiqundwortspiel“, in das ich mich sofort gestürzt und die vielerlei Formen und Themen genossen habe.

Dabei kann es einem ja fast schwindelig werden. Ich kannte bisher diese Form von einzeiligen, zusammengeschriebenen „Versen“ nicht, ihre nicht immer sofort erkennbaren Inhalte geben dem Ganzen einen – wie soll ich sagen – fast rätselhaften Anstrich. Einzeilige „Haiku“ kannte ich bisher nur aus dem Werk von Taneda Santôka …

Ralph Günther Mohnnau


neu am 15. März 2019

1 Haiku von Gabriele Hartmann

Wort um Wort
flussaufwärts
treiben Wellen


erst: „haiku-heute“; Hrsg.: Dr.Volker Friebel

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neu am 11. März 2019

3 Haiku von Gabriele Hartmann

Gartenfest
wir entzünden Sterne
und Mond

Osternester
noch immer leer
ihr Blick

Gebetsfäden
wir lösen
unsere Hände

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 11. März 2019

2 Haiga von Gabriele Hartmann

schwerer Atem

schwerer Atem
spürst du mich,
Berg?

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

***

Karfreitag

Karfreitag
die Stille
im Beichtstuhl

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 11. März 2019

1 Tanka von Gabriele Hartmann

die bunten Eier
in den Nestern der Enkel
betracht ich
mit Verlangen und gönne mir
ein weißes

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

neu am 11. März 2019

1 Haibun von Gabriele Hartmann

KÖLNISCH WASSER

Ein Brauhaus. Wir treten ein. Stimmengewirr schlägt uns entgegen, ebbt kurz ab, erstarkt zum Orkan. Leere Blicke streifen uns, wenden sich wieder einander zu. Hinter dem Tresen schäumt es aus dem Hahn.

„Siebenundvierzig“, knurrt einer. „Leberzirrhose.“ Die anderen nicken. Der Köbes stellt uns Kölsch hin und bringt den Gästen am Stammtisch eine neue Runde. Automatisch. Keiner setzt aus. Dann hätte man rechtzeitig einen Bierdeckel aufs Glas legen müssen. An den Wänden prangen Sprüche: „Promilleweg“, „Wir müssen aufhören, weniger zu trinken.“ und „Kein Alkohol ist auch keine Lösung.“

Die elf Männer sind dunkel gekleidet, frisch rasiert und mit Wasser gekämmt. Den leeren Stuhl hat man an die Wand gerückt. Wir legen Untersetzer auf unsere noch halb gefüllten Gläser. Über dem Ausgang ein Blechschild: „Große Freiheit“.

       Rheinterrassen
       gegen den Strom
       zwei Fische

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

neu am 11. März 2019

1 Rengay von Brigitte ten Brink und Gabriele Hartmann

TEILEN DEN HIMMEL


eingeschlossen
im Labyrinth der Bücher
tropfende Kerzen

von oben herab – die Strickleiter
des Elfenbeinturms

Erinnerungen
an das Lächeln
in ihren Augen

Casablanca …
Propellerflügel teilen
den Himmel  

weit südlich
auf ein neues Leben warten

mit dem Finger
skizziert er
Atlantis

Brigitte ten Brink: 1, 3, 5; Gabriele Hartmann: 2, 4, 6

erst: „Sommergras 124″, März 2019; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 10. März 2019

5 Haiku von Gabriele Hartmann

Gitarrensaiten
der Wunsch seinen Arm
zu berühren

kaue am Pinsel
der Versuch Stille zu malen
bleibt Schnee

alte Eiche
gewachsen noch
das Herz

Novembersonne
in ihrem Monolog
gemischtes Grau

hinter Kiefern der Mond
frage mich
ob es ihn gibt


Haiku heute, „Morgennachrichten“, Haiku-Jahrbuch 2018,
Dr. Volker Friebel, Edition Blaue Feder, Tübingen

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neu am 10. März 2019

5 Tan-Renga

den Augenblick
einatmen
alles gleich gültig

der Wegweiser
im hohen Gras verborgen

Brigitte ten Brink / Gabriele Hartman


Vollmondnacht
sie lächelt und streicht
über die Rundung

verschwommen
sein Blick

Gabriele Hartmann / Christof Blumentrath


Bekenntnis
wir reißen die Stille
von den Wänden

hinter der Tapetentür
das letzte Geheimnis

Christof Blumentrath / Gabriele Hartmann


Bergwiesen-Tee
über dem Tassenrand
mein linkes Auge

wie sie sich wiegt …
Gezeitenwechsel

Silvia Kempen / Gabriele Hartmann


wolkengrau
habe vergessen
was war

… und schrubbe wie jedes Jahr
an seinem Grabstein

Gabriele Hartmann / Silvia Kempen

erst: Haiku heute, „Morgennachrichten“, Haiku-Jahrbuch 2018,
Dr. Volker Friebel, Edition Blaue Feder, Tübingen

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neu am 1. März 2019

2 Haiga von Gabriele Hartmann

Dorf meiner Kindheit


Dorf meiner Kindheit
aus leeren Fensterhöhlen
winken Gardinen

erst: „Haiga im Focus“; Hrsg.: Claudia Brefeld

dunkle Energie


dunkle Energie
mein zweites Ich
erwägt ein Ja

erst: „Haiga im Focus“; Hrsg.: Claudia Brefeld

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Und wo sind jetzt die all schönen Beiträge vor dem 1. März 2019?

Nun, die waren nicht mehr neu genug für Neu!

Tipp:

Die 2019 veröffentlichten Haiga finden Sie unter :

Markt / Haiga / Haiga 2019

und die 2019 herausgegebenen Bücher unter :

Verlag / Genre / Alle

oder

Verlag / Autoren / Alle

Viel Freude beim Stöbern, Ihre Gabriele Hartmann