Neu

Was heißt denn hier Neu?

Neugierige kosten ein Appetithäppchen, Stammgäste können auf einen Blick erkennen, ob einzelne Haiku, Tanka, Haiga oder Haibun von Georges oder Gabriele Hartmann neu veröffentlicht wurden, welches neue Buch der bon-say-verlag gerade herausgegeben hat, ob schon eine Rezension erstellt wurde und vieles mehr.

Allerdings ist nach spätestens drei Monaten auch das Neue nicht mehr neu genug und wird aus dieser Auflistung verschwinden.

Welche Veranstaltung man sich vormerken sollte, sehen Sie unter Termine.

Tipps:
Öfter mal reinschauen, damit Sie nichts verpassen.

Und wenn Sie gerne weitere Haiku, Tanka und Co lesen wollen, klicken Sie unter Verlag die Buchcover an. Dort sind Leseproben und Rezensionen hinterlegt. Und alle Haiga finden Sie unter Markt.

Viel Vergnügen wünscht

Gabriele Hartmann

***

ab sofort lieferbar
die neue Grußkarte nach einem Original-Aquarell von Gabriele Hartmann

Winterwald

Winterwald

nach einem Original von Gabriele Hartmann
Grußkarte, A 6, Rückseite gespiegelt, innen etwas weniger Farbe als außen … ein Traum!
Mit einem Haiku von Gabriele Hartmann …

auf dem Weg
ein Leuchten — im Wald
wird Weihnacht


… auf dem Einlageblatt und einfachem Umschlag,
einzeln 1,50 € oder preiswert im Zehnerpack für 10 €.

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***

neu am 15. November 2020
zwei Haiku von Gabriele Hartmann

zitternd im See
der Mond – du fragst mich
wer ich lieber wäre

was ich auch sage
gekräuselt die Oberfläche
des Sees

erst: haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel

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neu am 14. November 2020
eine Tanka-Sequenz von Gabriele Hartmann


geschrumpft
Sequenz

in der Pubertät
begann ich Worte
Worte zu wiederholen
damit sie sich entfalten konnten
zu sinnfreiem Klang

zum Klassentreffen – nach 47 Jahren –- 
werden nicht alle kommen … so viele Namen sind geschwärzt

gehe ich heute 
durch die Gassen meiner Stadt
kommt alles kleiner
mir vor – selbst Schatten
scheinen geschrumpft

meine Wünsche? die hehren Ziele?
noch immer möchte ich Cabrio fahren

wer auch immer 
wir waren – lass uns noch werden 
wie wir sein wollten
damit unsre Geschichten 
man einst erzählt am Kamin

erst: einunddreissig.net ; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 14. November 2020
zwei Tanka von Gabriele Hartmann


zuletzt bleibt 
die Angst eines Tages 
festzustellen
dass du mich lieber magst 
als ich dich

Herbst ist es
geworden und Kürbisse
schnitzend
beargwöhne ich meine
im Bottich schwimmende Fratze

Tony Böhle schreibt hierzu:

Der Herbst ist vielleicht die Jahreszeit, die uns mit ihren bunten fallenden Blättern am deutlichsten den Wandel der Natur und die Vergänglichkeit vor Augen führt. Auch die kürzer werdenden Tage mit Dämmerung und wabernden Nebeln schaffen eine ganz besondere, manchmal unbehagliche Stimmung des Abschieds, Bedrückung und wohl auch Ängstlichkeit.

An einen solchen Herbsttag versetzt uns das oben stehende Tanka, das mit der nüchtern anmutenden, aber recht wehmütigen Bestandsaufnahme „Herbst ist es / geworden“ beginnt. Doch die Einordnung wird im Folgenden noch konkretisiert durch den Verweis „Kürbisse / schnitzend“. Zwar sind Kürbisse im Supermarkt nahezu das ganze Jahr über erhältlich, doch werden Sie wohl nur kurz vor dem Halloween-Fest am 31. Oktober mit Schnitzereien verziert. Auch wenn hierzulande die Brauchtümer des Verkleidens und Süßigkeitensammelns an diesem Tag noch nicht so weit verbreitet sind wie in den angelsächsischen Ursprungsländern des Halloween-Fests, findet man ausgehöhlte Kürbisse mit mehr oder weniger kunstvoll eingeschnitzten Gesichtern – oder auch Fratzen –, die dem Betrachter Schauer einjagen sollen in immer mehr Vorgärten, Hauseingängen und Fenstern. So ist das Kürbisschnitzen in dieser Zeit nicht ungewöhnlich, wenngleich sie das Entfernen der Innereien und die Färbewirkung des Kürbisses recht mühsam und schmutzig machen. Nach vollendeter Arbeit ist es daher wohl ratsam, den ausgehöhlten und verzierten Kürbis in einem „Bottich“ mit Wasser gründlich zu reinigen.

In diesem Kontext eröffnet das Tanka mit beißender Selbstironie und Resignation einen fast surrealen Blickwinkel. Die „im Bottich schwimmende Fratze“ wird durch das vorangestellte Pronomen „meine“ nicht nur zum kritischen Blick auf den geschnitzten Kürbis sondern auch auf das eigene Gesicht, welches sich auf der Wasseroberfläche spiegelt. Dieses Beargwöhnen der eigenen „Fratze“ mag ihre Begründung vielleicht schon in den ersten beiden Zeilen „Herbst ist es / geworden“ finden, in denen der Herbst auch symbolisch für das Erreichen eines Lebensabschnitts steht, in dem – gefühlt – die eigene Attraktivität schwindet und das Gesicht zu einer ungeliebten Fratze wird, das anderen Menschen und insbesondere Männern einen Schauer einjagt.

In diesem Zusammenhang sollten auch die Umbrüche im Tanka beachtet werden, die zwar äußerlich eine klassisch-harmonische Tanka-Form im kurz-lang-kurz-lang-lang Schema zutage treten lassen, aber inhaltlich eher unharmonisch, als eine Art Untermalung des Fratzengedankens, daherkommen.

erst: einunddreissig.net ; Hrsg.: Dr. Tony Böhle

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neu am 5. November 2020www.bon-say.de
ein Haiku von Gabriele Hartmann

im Gleichgewicht
ein Eulenschrei und der Mond
… gibt es nichts?

erst: Kukai24, Hrsg.: Stefan Wolfschütz

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neu am 1. November 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

vielleicht


vielleicht
in ihrem Blick Schattierungen von Grau


erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 1. November 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann

Liebe auf den ersten Blick
die Ordnung meiner Tage
dahin


erst: Haiga im Focus „ein Haiku zum Bild“ ; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 20. Oktober 2020
eine Rezension von Beate Conrad zu „Das weiße Album“

Christof Blumentrath & Gabriele Hartmann: Das weiße Album. 30 Renhai und 11 Fotografien. Naturpapier. 21 x 21 cm. Hardcover. Fadenbindung. bon-say-verlag Höchstenbach, 2020. 48 Seiten. 14 €. ISBN: 978-3-9458 90-34-9. www.bon-say.de

Kettengedichte, also Gemeinschaftsdichtungen, bilden die Urquelle des Haiku, insbesondere das Tanrenga 1. Deren Entwicklung im alten Japan war kompliziert, aber auch beliebt. So verwundert es kaum, dass bis in unsere Tage hinein nicht nur das Haiku Wandlungen durchmacht, sondern ebenfalls die Gemeinschaftsdichtung. Ist es doch meistens die Form, die Veränderungen geradezu herausfordert. Und das gilt für alle Bereiche der Kunst.

1992 entwickelte der Amerikaner Garry Gay das Rengay2 mit dem Ziel, eine vereinfachte und kürzere Form der Renkudichtung mit sechs Versen zu schaffen bei vergleichsweise überschaubaren Verknüpfungsregeln. Themen für diese Art der Gemeinschaftsdichtung können sich im Schreibablauf ergeben, aber ebenso zuvor festgelegt werden. Das Rengay verbreitete sich relativ schnell im Westen als eine der beliebtesten Formen der Gemeinschaftsdichtung.

Bei dem von dem Kanadier Vaughn Seward und der Russin Zhanna P. Rader in 2007 aus dem Rengay entwickelten Renhai3 ist die Anzahl der Strophen halbiert. Anders als sonst üblich, gibt nun der Mittelvers die Aufbaurichtung vor, der von zwei Personen geschrieben und mit jeweils einem Haikuvers ergänzt wird. Dabei werden die gleichen Verknüpfungsregeln wie beim Rengay eingesetzt, wobei nun aber Vor- und Rückbezüge erlaubt und sogar forciert sind. In dieser Komposition besitzt der Mittelvers eine zentrierende Funktion. So ergibt sich einerseits das übliche Fortschreiten innerhalb der Verse und andererseits der betonte Haikucharakter des Renhais als eine Gesamteinheit mit vielen Querverbindungen um das zentral gesetzte Thema.

Mit „Das weiße Album“ stellen Christof Blumentrath & Gabriele Hartmann dreißig Renhai und elf selbst aufgenommene Fotografien in Buchform vor, für das das gleichnamige Album der Beatles4 Themengeber war. Schon rein äußerlich überschneidet sich die Ästhetik der Alben mit der fernöstlichen des Haikai in schwarzweißer Zurückhaltung. Die haikuesk-minimalistisch reduzierten Schwarzweißbilder der beiden Autoren verleihen ihren verdichteten Worten eine visuell verstärkende Dimension.

Zur literarischen Form des Renhai gesellt sich die dem Beatles-Album betont offensichtlich entliehene inhaltliche Struktur. Denn Hartmann und Blumentrath wählten nicht nur den gleichen Titel für ihr Buch, sondern übernahmen ebenfalls die dreißig Songtitel für ihre Gedichte. D. h., jeder einzelne Titel wurde in der zentralen Zeile eines jeden Renhais zitiert und sogar graphisch hervorgehoben. Das derartige Zitat wird zu einem durchgehenden Stilelement, wobei die Abfolge und Anzahl der Gedichte im Buch wiederum der Songabfolge und -anzahl des Beatles-Albums entspricht.

Die beiden Autoren wagen einen disziplinübergreifenden „Remix“, nicht in sichtbaren Noten und hörbaren Melodien, sondern in Form des poetischen Lieds und der begleitenden Fotografie. Wer die Songtexte des Beatles-Albums gut kennt, sie noch im Ohr hat, wird an vielen Stellen bemerken, wie sich deren Inhalte mit den neuen, gemeinsam gedichteten Miniaturen überlagern, sie durchsetzen und verschmelzen. Wie die Gedichte ihnen aber auch widersprechen, sich von ihnen lösen und eigene Wendungen nehmen. Nicht zu vergessen, die vielfältigen Verbindungen, die, typisch für eine Kettendichtung, den Leser herausfordern, sie zu entdecken und zu entschlüsseln.

Der Leser, der weniger oder nicht mit der Beatles-Musik vertraut ist, wird eine für sich stehende Lyrik vorfinden, die genre-gemäß von dem Alltagserleben und den poetischen Sichtweisen der Autoren geprägt ist. Er wird erst zweitrangig die übernommene Struktur des Beatles-Albums und deren Implikationen entdecken wollen, da sie am Buchende immerhin erwähnt wird.

Das nachfolgende Renhai lässt deutlich – neben der zentralen Titelzeile – und ganz natürlich auch assoziative Anknüpfungspunkte an den Songtext durchblicken. Dennoch bekommt der Leser nicht einfach „die Beatles auf Renhai“ serviert. Der jeweilige Song, obwohl sein Titel äußerlich zentraler Themengeber ist, stellt kein notwendiges Entschlüsselungswerkzeug dar. Aber er bereichert und vertieft, indem er ganz genre-gemäß zur Vielschichtigkeit der kollaborativen Kurzgedichtfolge beiträgt. Im nachfolgenden Gedicht untermalt der Song unterschwellig mit seinem wiederholenden Chor in der Morgentraumstimmung mit dem Fortschreiten der Zeit den Übergang des Spielerischen hin zum verfänglicheren Ernst des Lebens:

sieben Uhr früh
die Sonne reißt die Decke
von der Stadt

Dear Prudence
ihr wehendes Haar

verfangen
in der Skyline — wir denken
unsern Traum zu Ende

CB T CB GH

Es zeigt sich, daß Gemeinschaftsdichtungen keinesfalls rein der geselligen Unterhaltung dienen. Sie fördern vielmehr die eigene Disziplin, das sprachliche Ausdrucksvermögen und das Formverständnis innerhalb des gesetzten Rahmens und Genres. Zugleich deutet sich in ihr die Spontanität und das Können der Beteiligten an. Das vorletzte Renhai – meine Nummer eins unter den dreißig Renhai – nimmt z. B. auf ganz eigene Weise die Stimmung der gleichnamigen experimentellen Klangcollage auf, die den 68er Fluxus-Zeitgeist widerspiegelt, übersetzt sie jedoch in eine kulturhistorisch andersartige Bildersprache mit reichhaltiger szenischer Darstellung. Es entsteht ein ausgewogenes Gedicht, wo Anfangs- und Endpunkt in eins fallen:

wie ich mich drehe
und wende: Satan starrt
aus dem Spiegel

Revolution 9
geht einfach weiter, Frau Lot

dort!
ein Faden Lametta
im Osterfeuer

GH T GH CB

Durch die Beziehungen und impliziten Verknüpfungen in Leserichtung, einschließlich der von Vers eins nach drei und zurück betrachtet, ergibt sich in diesem Gedicht ein „panta rhei“ der Mächte durch die Zeiten wie ein Spiegel im Spiegel, was fernöstlicher Anschauung des Flüchtigen, des ständigen Werdens und Vergehens durchaus entspricht.

Collagen, Crossover, auch Sampling und „Remixe“, ob innerhalb einer Disziplin oder auch interdisziplinär, sind für unsere Zeit typisch, aber nicht leicht. Denn sie sollten im Geist des Originals gehalten sein und trotzdem eine eigene Handschrift tragen. Im vorliegenden Fall verbindet sich idealerweise beides in Form der verschiedenen Leseebenen, Titelzitate und Anspielungen.

Das weiße Album von Gabriele Hartmann und Christof Blumentrath liefert etwas, das in der Widersprüchlichkeit einer jeden Remix-Kunst liegt: nämlich ein eigenständiges Zitatwerk. Und das ist hier durchaus gekonnt umgesetzt, so dass die gewählte enge Form nicht nur diszipliniert, sondern gleichermaßen seinen Gehalt mit Neuem belebt und zu tieferer Einsicht erweitert. Das Endergebnis ist eine spritzige Kombination aus wiederbelebten und neuen Inhalten, unterlegt mit audialen und visuellen Effekten.


[1] Tan: kurz, ren: Kette, ga/ka: Lied, Dichtung.
[2] Ren: Kette, hier Kürzel für Kettendichtung; -gay: der Nachname des Erfinders Garry Gay.
[3] Ren: Kette, Kürzel für Kettendichtung; hai: kurz für Haiku.
[4] Das weiße Album ist der inoffizielle, aber gängige Name des im November 1968 veröffentlichen Doppelalbum der Beatles. Ein Album mit 30 Songs, schlicht in weiß gehalten und mit ihrem Namen versehen. Obgleich kommerziell erfolgreich, verbirgt sich hinter dem Beatles-Album weniger das gewohnte Konzert- oder Konzeptalbum als vielmehr eine lockere und divers diskutierte Song-Zusammenstellung verschiedenster, individualistisch geprägter Musikstile, die teils ihrer Zeit voraus waren, die allerdings auch das Ende der Schaffensperiode der Beatles als Musikband erahnen ließ.
Quellen:
Garry Gay on Rengay, North Carolina Haiku Society, 2006, online: https://www.nchaiku.org/pdf/RengayWriting.pdf
Vaughn Seward: Renhai, a New Verse Form, Frogpond 32.2, 2009, online: http://www.hsa-haiku.org/frogpond/2009-issue32-2/essay.html

erst als Feature auf chrysanthemum.com Nr. 28, Oktober 2020

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neu am 16. Oktober 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Pfeil und Bogen

Pfeil und Bogen
der Augenblick
wird Zeit


erst: chrysanthemum.com; Hrsg. Beate Conrad

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neu am 16. Oktober
vier Haiku von Gabriele Hartmann


Siesta
eine Eidechse duldet
meinen Schatten

siesta
a lizard tolerates
my shadow

Orkan
im Hals steckengeblieben
mein Schrei

hurricane –
stuck in the throat
my scream

erst: chrysanthemum.com; Hrsg. Beate Conrad

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neu am 15. Oktober 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

zwischen den Lippen


zwischen den Lippen
eine Nadel warnt Mutter
vor der Liebe

erst: haiku-heute de; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 15. Oktober 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann


junger Wein
mein Mann bietet mir
seine Lippen

erst: haiku-heute de; Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 8. Oktober
1 Haiku von Gabriele Hartmann


meine Stimme
mir fremd – nach all den Jahren
Schnee

erst: Haiku-Agenda 2021; Hrsg,.: Deutsche Haiku-Gellschaft e. V.

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neu am 7. Oktober
1 Haiku von Gabriele Hartmann


Herbst-Anemonen
nie vergaß ich
ihren Namen

erst: Kukai24; Hrsg. Stefan Wolfschütz

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neu am 1. Oktober
2 Haiga von Gabriele Hartmann

Grundrauschen

Grundrauschen
zwischen Abend und Morgen
unser Atem

Fields of Gold

Fields of Gold
das Mundstück
benetzt

erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 20. September
ein Haiku im neuen Haiku-Kalender 2021

erster Urlaubstag
wir übern uns
im Nichtstun
Hrsg.: Stefan Wolfschütz

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neu am 20. September 2020
Hotel California

von Rüdiger Jung & Gabriele Hartmann

Hotel California

Hotel California

18 Renhai von Rüdiger Jung & Gabriele Hartmann
Heft, A6 hoch, 24 Seiten, 2020 im bon-say-verlag

Rüdiger & Gabriele haben sich durch das Album „Hotel California“ der Eagles zu Renhai inspirieren lassen.
Die Titel dienen als Startzeile (erste Zeile von Vers 2) und die Autoren verfassen ihre untereinander verlinkten Verse im Wechsel. Rüdiger hat die Titel auf Englisch vorgezogen, Gabriele hat sie frei übersetzt.

Leseprobe

dreh dich nicht um
nur einmal im Leben
dazugehören

auf der Überholspur
wir fahren blind über Rot

alles auf eine
Karte – russisches
Roulette

GH T GH RJ

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neu am 1. September 2020
Lyrik von Gabriele Hartmann

VERLASSEN : VERLASSEN

zögernd öffnen meine Fingerspitzen

Türen
Fenster
Erinnerungen

gesprungenes Herz : gesprungenes Glas
fliegender Staub : liegender Staub
gebrochene Seide : gebrochene Seele

zögernd wischen meine Fingerspitzen

Möbelkratzer
Tränenspuren
Display

zögernd tippen meine Fingerspitzen

speichern?
senden?
abbrechen?

erst: Gedichte-Bibliothek, Anthologie XXIII

neu am 15. September 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann


Traube um Traube
raubt mir die Elster
den Wein

erst: Haiku-Heute, Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 15. September 2020
zwei Haiga von Gabriele Hartmann

Transparenz

Transparenz
die Webfehler
in ihrer Biografie

erst: in Sommergras 130, Hrsg Deutsche Haukugesellschaft e. V.

fünf Kontinente


fünf Kontinente

die Webfehler
in ihrer Biografie


erst: in Sommergras 130, Hrsg Deutsche Haukugesellschaft e. V.
und auf Haiku.de
und auf Haiku-Heute.de, Hrsg.: Dr. Volker Friebel

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neu am 15. September 2020
4 Haiku von Gabriele Hartmann



nach all den Jahren
ein Brief – Vater beschirmt
die Augen

Regen setzt ein
wir verlassen den Opferplatz
mit leeren Händen

unsere Welt
geschrumpft – wir vertiefen
die Zweisamkeit

halb geöffnet
ein Krokus
und das Kameraauge

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neu am 15. September 2020
ein Tanka von Gabriele Hartmann


wenn ich groß bin
werde ich Schuhe kaufen
– sagt mein Töchterchen –
rote Schuhe
rote Schuhe. die mir passen

Unter „Ein Tanka, das mich besonders anspricht“ schrieb die Jurorin Silvia Kempen hierzu:

Der erste Gedanke: „Der Zauberer von OZ“ und die roten Schuhe von Dorothy Gale, die magische Kräfte besitzen und sie wieder nach Hause bringen. Oft weiß man etwas erst zu schätzen, wenn man es verloren hat.
Wenn ich groß binwerde ich …“ – Wer hat in seiner Kindheit diesen Satz nicht gesagt und von einer Zukunft als Tänzerin, Schauspielerin, Model oder im Falle der Jungen von einer Zukunft als Feuerwehrmann, Pilot oder dergleichen geträumt.
Früher wünschten sich viele Mädchen rote Lackschuhe, heutzutage vielleicht eher glitzernde pinkfarbene Schuhe.
Vielleicht hat die Mutter rote Schuhe, in die das Töchterchen manchmal schlüpft, viele kleine Mädchen tun das. Sie fühlen sich dann besonders und fangen an zu träumen. Träume gehören zum Leben und besonders für Kinder sind sie wichtig, und manchmal werden Träume wahr.
Nun könnte man kritisieren, dass das Wort Schuhe gleich dreimal vorkommt. Aber auf mich wirkt das wie eine Weiterentwicklung. „wenn ich groß bin / werde ich Schuhe kaufen“ – das tun viele Frauen im Übermaß. Aus der Sicht des Töchterchens müssen es rote Schuhe sein, weil es die besonders schön findet. Und sie sollen nicht nur rot sein, sondern auch noch passen. So sieht das Mädchen seine Zukunft. Ein überaus positives Denken, das bestimmt hilft, so manche Schwierigkeiten zu meistern.

erst: Sommergras 130; Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.
und auf Haiku.de
***

neu am 15. September 2020
ein Haibun von Gabriele Hartmann


Bagatellen
Haibun

Bonn, im Juli 2020. Wir sind am Hauptbahnhof verabredet, wollen gemeinsam die Ausstellung im Beethoven-Haus besichtigen. Schilder leiten uns durch die Stadt. Im Eingangsbereich des Museums werden wir informiert.

Gleich im ersten Raum empfangen uns bekannte Portraits. Wir erklimmen eine schmale Stiege. Linker Hand gibt es Sitzgelegenheiten und Kopfhörer. Einer erkennt die Melodie, nickt mir zu.

die Neunte – knarrende Dielen

Manche der kleinen Räume darf man nur einzeln betreten. Im Obergeschoß wird es intimer. Die wieder und wieder korrigierten Handschriften – in Faksimile zwar –, Hörrohre und Gänsefedern. Eine Lebend- und seine Totenmaske, die wir miteinander vergleichen.

Die digitale Installation: „was mich angeht, ja du lieber Himmel, mein Reich ist in der Luft, wie der Wind oft, so wirbeln die Töne, so oft wirbelt’s auch in der Seele!“ beeindruckt durch Technik.

Im Garten nehmen wir unsere Hygienemasken ab, atmen durch. Dann legen wir sie wieder an und steigen zur klimatisierten Schatzkammer hinab. Skizzen, Korrespondenz, eine Abschrift des Kopisten. Exponat Nr. 9: ein Fehlerverzeichnis zur Originalausgabe des Klaviertrios op. 70. Unter anderem fehlte ein Schlusszeichen.

Variationen
mit einer Fuge – bitte
wahren Sie Abstand

erst: Sommergras 130; Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 30. August 2020
10 Haiku von Georges Hartmann


Ich muss zur Beichte
Der Kirschbaum steht blütenweiß
fast nehm’ ich ihm’s krumm

Auf der Hecke
liegt ein Bikini zum Trocknen
Die Hölle ist grün

In der Sonnenglut
stört sich der Hund vorm Haustor
nicht an der Katze

Die Amsel badet
im plätschernden Dorfbrunnen
Gern tät ich ihrs gleich

Feine Schleier
ziehen über die Felder
Erstes Laub fällt

Gestern noch in grün
erzählt er heut vom Herbst
der Ahorn vorm Haus

Nebelspaziergang
für Stunden abgeschnitten
Allein mit mir selbst

Das Auge isst mit
lobt der Kater das Buffet
Zwei Amseln im Schnee

Der Weg durch den Wald
verliert all seine Schrecken
in schneestiller Nacht

Schau doch, das bin ich
Die blasse Schrift im Schulheft
stimmt mich nachdenklich


neu am 30. August 2020
ein Haibun von Georges Hartmann


Im Walten der Unendlichkeit
Haibun

Die Zugpferde hängen schwer im Zaumzeug, die Peitsche fliegt knallend über die schweißbedeckten Tierleiber, ein roher Bursche lacht hämisch in den heute nach Frühling riechenden Nachmittag. Ich stehe wild gestikulierend wie ein in Gärung befindlicher Komposthaufen am hinteren Bildrand und fluche lästerlich hinter dem her, der gerade mit meinem sorgsam geschnürten Zeitpaket davonprescht, als hätte er sich etwas wirklich Wertvolles unter den Nagel gerissen. Im Walten der Unendlichkeit wirkt die Erfindung der Zeit wie ein komisches Possenstück, in welchem wir zum Gaudium des himmlischen Publikums die um den Faktor der Ewigkeit Betrogenen spielen und am Schluss vom Applaus der tatsächlich Unsterblichen begleitet hinter dem Vorhang verdampfen.

Gott schweigt beharrlich
Die Kerze zu zwei Euro
war wohl zu wenig

in Schreibtisch.literarisches Journal 2020, ISBN 978-3-946112-59-4,
verlag edition federleicht, Karina Lotz, FFM


neu am 30. August 2020
zwei Haiga von Gabriele Hartmann

Buchstabensuppe

Buchstabensuppe
die Frau im Kimono legt
SOS

Kranichrufe

Kranichrufe
er sagt ergeht
Zigaretten holen


in Schreibtisch.literarisches Journal 2020, ISBN 978-3-946112-59-4,
verlag edition federleicht, Karina Lotz, FFM


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neu am 30. August 2020
10 Haiku von Gabriele Hartmann


zwischen den Flocken
tiefe Stille … ich lege
die erste Spur

U-Bahnschacht
im Gleichschritt
mit Fremden

Sonnenfinsternis
mein Stein durchschlägt
die Entengrütze

Valentinstag
ihr Lieblingsfisch – sie benutzt
ein stumpfes Messer

Origami
der Fächermacher studiert
junges Buchengrün

Klatschmohn
wir üben freihändig
zu fahren

Eulenrufe
der Grauton
der Weide

altes Holz
die Stimme der Chansonette
nachgedunkelt

Paradiesgarten
auf jeder Uhr
eine andere Zeit

Pistazien
der Spalt zwischen
Trittbrett und Bahnsteig

in Schreibtisch.literarisches Journal 2020, ISBN 978-3-946112-59-4,
verlag edition federleicht, Karina Lotz, FFM


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neu am 30. August 2020
eine Tanbun-Sequenz von Gabriele Hartmann


Stimmbruch

Die fremde Stadt kennt keine Gnade. Noch vor dem Weckruf kreischt die Straßenbahn ihr Lied ins Schienennetz.

an diesem Morgen
denkt er erstmals nicht an mich
– da bin ich sicher –
und deckt den Frühstückstisch
dann doch für zwei Personen

Was nicht verbrennt wird abgeholzt. In fetten Lettern verordnen sie der Welt unbesehen zu vertrauen.

den weißen Belag
hab ich gründlich abgewischt
von den Trauben
doch seine Zunge vermag ich
heute nicht zu lösen

Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. Um ihre Kindheit gebracht skandieren sie nun freitags für ihre Zukunft.

mit Jutebeuteln
checken wir ein
verstimmt
denn auf dem Markusplatz
wurden Tauben vergiftet

in Schreibtisch.literarisches Journal 2020, ISBN 978-3-946112-59-4,
verlag edition federleicht, Karina Lotz, FFM

neu am 20. August 2020

Buchstabensalat & Leseraum

ein Doppelbuch mit Haiku, Haiga & Haibun
von Georges & Gabriele Hartmann

Cover Buchstabensalat
Buchstabensalat Georges Hartmann

der Clou: Dieses Buch fängt zweimal von vorne an

Cover Leseraum
Leseraum Gabriele Hartmann

Doppelbuch, Ringbindung, 2 x 22 Seiten mit 22 farbigen Abbildungen

nur zu beziehen hier im bon-say-verlag

Buchstabensalt & Leseraum
Rezension Rüdiger Jung

Ein wahrhaft janusköpfiges Werk. Blättere ich von der einen Seite bis zur Buchmitte, befinde ich mich in Gabrieles „Leseraum“. Drehe ich das Buch um 180 Grad, bewirtet mich Georges mit „Buchstabensalat“.

LESERAUM
Es muss nicht die Flucht vor Regen sein, die mich in den „Leseraum“ führt – auch wenn das titelgebende Haiga auf Seite 2 diese Möglichkeit nahelegt. Zu entdecken gibt es da allemal viel – von der so schlichten wie tiefgründigen Momentaufnahme:

Drehorgelspiel
tief in unseren Taschen
die Hände (S. 11)

bis zur rückhaltlosen Introspektion:

Vorhaltungen
die Lust an einem alten Stich
zu kratzen (S. 14)

Die „graue Vorstadt“ erzwingt geradezu das Misreading „graue Vorzeit“, wo die Enge von früher verräumlicht und geradezu verstörend gegenwärtig scheint:

graue Vorstadt
die Sünde
neuer Schuhe (S. 14)

„alter Teich“ ist mehr als nur Reminiszenz an Basho; ein berühmtes Märchen der Brüder Grimm erhält überdies eine zweite Chance:

alter Teich …
noch einmal werfe ich
die goldne Kugel (S. 12)

An die Zen-Wurzel der Haiku-Dichtung, MU als „Erwachen vor der Tatsache“ gemahnt mich:

Spannung
die Leinwand schnurrt
zusammen (S. 11)

Scheinbare Verlegenheit, scheinbares Scheitern erweist sich in Wirklichkeit als ein Geschenk des Gelingens:

kaue am Pinsel
der Versuch Stille zu malen
bleibt Schnee (S. 13)

Meisterschaft ist zumal den Haibun zuzusprechen. „Kölnisch Wasser“ dreht sich nicht um Parfum, sondern um hochprozentige Getränke und ihr Gefahrenpotential. Inmitten von Sprüchen, die verharmlosen, einschläfern, bagatellisieren, werden zwei Untersetzer auf halbvollen Gläsern zum Bekenntnisakt, der – das abschliessende Haiku legt es nahe – zu zweit leichter zu leisten ist:

Rheinterrassen
gegen den Strom
zwei Fische (S. 19)

„Fastenzeit“ (S. 7) ist für mich schon jetzt – und nicht nur der Reminiszenz an Camus halber – DAS Haibun der Corona-Pandemie.

BUCHSTABENSALAT

Der „Buchstabensalat“ von Georges kommt bescheiden daher, man sollte sich davon nicht blenden lassen: Es geht um vitaminreiche Kost, Vitamin B wie „Basho“ und Empathie für die Mitkreatur.

die Amsel badet
im plätschernden Dorfbrunnen
gern tät ich ihr’s gleich (S. 5)

Er muss mit keinem Wort erwähnt werden – der „gewurmte“ Verlierer – und hat doch unser volles Mitgefühl:

Tauziehen im Gras
und wieder fliegt die Amsel
als Sieger vom Platz (S. 11)

Günter Kunert schreibt in einem seiner Gedichte von fliegenden Fischen, die weggeworfen werden wegen fehlenden Gesangs. Auf einer Ebene damit schreibt Georges:

die Kunden enttäuscht
der fliegende Teppich
ohne Navi (S. 12)

Liebe zu zeigen hat manchmal die Zeit zum Feind: Jetzt, da du fort bist
sind die Rosen voll erblüht
wollt’s dir noch zeigen (S. 17)

Solange die Natur die menschlichen Zeugnisse überdauert, liegt darin ein verhaltener Trost:

die Heckenrosen
am stillgelegten Bahngleis
blühn wie jedes Jahr (S. 20)

Am stärksten scheinen mir Georges Hartmanns Haiku immer wieder da, wo sie Verlassenheit bezeugen, die Wehmut des Vergänglichen evozieren:

Nach dem Saison-Schluss
bespielt den Minigolf-Platz
ganz allein der Wind (S. 5)

Das kleine Pappschild
an der Tür zum Eis-Salon
schimmert im Herbstlicht (S. 18)

Schneeflocken tanzen
doch der Schlitten im Keller
kennt nur noch den Staub (S. 21)

Um den Haiku-Dichter Georges Hartmann zu beschreiben, ist dieser Aspekt freilich nur „die halbe Miete“. Es gibt da noch eine andere Seite von geradezu taoistischer Gleichmut:

In der Sonnenglut
stört sich der Hund vorm Haustor
nicht an der Katze (S. 10)

Der Nebel mag eine Realität sein; undurchdringlich ist er nicht:

Im dichten Nebel
hör ich das helle Lachen
spielender Kinder (S. 17)

Kein Handicap, aus dem sich nicht – selbst noch im Winter – etwas machen ließe:

Draußen schneit’s wieder
er liest die Unterschriften
auf dem Gipsbein (S. 21

***
neu am 15. August 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

H am Morgen danach Haiga

am Morgen danach
gemeinsam
neue Tassen kaufen

erst: Haiku-Heute; Hrsg. Dr. Volker Friebel

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neu am 15. August 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann



nackt im Spiegel wir gehen blind über Rot


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neu am 15. August 2020
zwei Tanka von Gabriele Hartmann



an der Maikrone
die verflochtenen Bänder
wie sie wirbeln
im Wind – wollen nichts wissen
von Abstandsregeln


der gleiche Weg
wie damals … erscheint mir
heute länger
nun, da ich als Ameise
wiedergeboren bin

erst: „einunddreißig.net; Hrsg. Tony Böhle

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neu am15. August 2020
Tanka-Prosa von Gabriele Hartmann

End-Zeit

Kinder wie die Zeit vergeht

heute ist Tag
23483 meines Lebens
doch – wie du mir
glaubhaft versicherst –
war ich früher klüger

so lass mich … möglichst viele Fehler machen


nun lerne ich
schon tagein tagaus
bereitwillig hinzu
doch auf den Fliesen im Bad
liegen immer mehr Haare

bald werde ich alt sein und Geschichten erzählen können

eine Menge Staub
wirbelte ich auf – so schien mir
doch hinterließ ich
– bei genauer Betrachtung –
Spuren im Wasser nur

mir scheint … ich habe vergessen wer ich bin


erst: „einunddreißig.net; Hrsg.: Tony Böhle

neu am 1. August 2020
ein Beitrag von Gabriele Hartmann

Das Fundstück des Monats August 2020 auf Seite 3 der alverde
… ist eins von Gabriele Hartmanns Musenküsschen
Holen Sie sich Ihr Exemplar der Kundenzeitschrift alverde im Drogeriemarkt dm bevor alle vergriffen sind!

Und es gibt auch Musenküsse zu bestaunen!

Der Unterschied?
Musenküsschen sind Rohlinge, aus denen Sie Ihren eigenen Musenkuss gestalten.

Interesse? Schicken Sie mir eine E-Mail.

***

neu am 1. August 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

junge Triebe
nach all den Jahren
diese Stimme

ausgesucht und kommentiert von Gerd Börner:

Klassentreffen. Das Paar, das den Raum betritt, erkenne ich nicht. Sie hat weißes Haar, trägt eine Brille und ist spindeldürr. Er ist glatzköpfig und von erheblicher Leibesfülle. Ich beuge mich fragend zu meinem Freund, der nur verschmitzt lächelt.
Und dann diese Stimmen – wie damals, als wir jung waren …

Gerd Börner

erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld


neu am 1. August 2020 ein Tan-Renga-Haiga von Gabriele Hartmann & Christof Blumentrath

erstes Donnern
aus dem Krisengebiet
im zweiten Stock

wir zählen: einundzwanzig,
zweiundzwanzig

CB / GH

erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld


neu am 1. August 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann
zu einem Foto von Claudia Brefeld

Foto: Claudia Brefled

schwankendes Licht ich greife nach deiner Hand

ausgesucht und kommentiert von Gerd Börner:

Das Haiku beschreibt den Augenblick, wie jemand durch schwankendes Licht auf dem Meer, in den Bergen, auf einem hohen Turm oder beim Einsteigen in ein Boot von Lichtreflexen irritiert ist, sicheren Halt sucht und nach der helfenden Hand greift.

Text und Foto sind weder beschreibend noch illustrierend, eben haigalike.

Gerd Börner


erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld


Und wo sind jetzt die all schönen Beiträge vor dem 1. August 2020?

Die waren nicht mehr neu genug für NEU.

Tipp:

Alle veröffentlichten Haiga finden Sie unter Markt / Haiga: http://bon-say.de/haiga/

und alle herausgegebenen Bücher mit ihren Rezensionen unter Verlag / Genre / Alle: http://bon-say.de/genre/

oder unter Verlag / Autoren / Alle: http://bon-say.de/autoren/

Viel Freude beim Stöbern wünscht

Gabriele Hartmann