Neu

Was heißt denn hier Neu?

Neugierige kosten ein Appetithäppchen, Stammgäste können auf einen Blick erkennen, ob einzelne Haiku, Tanka, Haiga oder Haibun von Georges oder Gabriele Hartmann neu veröffentlicht wurden, welches neue Buch der bon-say-verlag gerade herausgegeben hat, ob schon eine Rezension erstellt wurde und vieles mehr.

Allerdings ist nach spätestens drei Monaten auch das Neue nicht mehr neu genug und wird aus dieser Auflistung verschwinden.

Welche Veranstaltung man sich vormerken sollte, sehen Sie unter Termine.

Tipps:
Öfter mal reinschauen, damit Sie nichts verpassen.

Und wenn Sie gerne weitere Haiku, Tanka und Co lesen wollen, klicken Sie unter Verlag die Buchcover an. Dort sind Leseproben und Rezensionen hinterlegt. Und alle Haiga finden Sie unter Markt.

Viel Vergnügen wünscht

Gabriele Hartmann

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neu am 20. Juni 2020
1 Haiga von Gabriele Hartmann


Tagtraum

Tagtraum
der Außerirdische küsst mich
auf den Mund

erst: Haiga im Focus; Hrsg.: Claudia Brefeld

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neu am 20. Juni 2020
10 Haiku von Gabriele Hartmann


ich will
dass alles bleibt
wie es ist

Dammbruch
in der Kuhle sammelt sich
Salz

vers
tand
(es)mäßig

all1indern8er3stemichamglückzu2feln

geistERFAHREr

ein fremdes Parfum
ich überprüfe
den Mindestabstand

vorab schon am 1. Juni 2020 auf haiku.de (Haiku- und Tankaauswahl)

Hochzeitstag
deine lächelnden Augen
über der Maske

vorab schon am 1. Juni 2020 auf haiku.de (Haiku- und Tankaauswahl)

im Frühlingslicht
der Frosch vom letzten Jahr
mein Herz tut einen Sprung

Kopfstein-
Pflaster … wir stolpern
über Die Pest

lächelnde Augen
eine der Masken
bist du

Sommergras 129, Juni 2020; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V

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neu am 20. Juni 2020
1 Tanka von Gabriele Hartmann

auch in diesem Jahr
versteck ich bunte Eier
für meine Enkel
als wär nur Ostern
und alles wär in Ordnung

vorab schon am 1. Juni 2020 auf haiku.de (Haiku- und Tankaauswahl)
Sommergras 129, Juni 2020; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 20. Juni 2020
2 Haibun von Gabriele Hartmann


Salz
Haibun

Ich atme tief durch, schließe die Augen und bin am Meer. Versinke in Erinnerungen. Gleißendes Blau, tosende Brandung, spritzende Gischt, warmer Wind. Schon als Kind war ich hier. Nichts hat sich seither verändert. Oder doch? Dröhnen die Wellen nicht leiser? Damals umfing mich Pinienduft. „Wir müssen gehn“, sagten die Eltern schließlich. Dann rollten Tränen, obwohl ich wusste, ich komme wieder und in der Zwischenzeit brauch ich doch nur die Augen zu schließen, dann bin ich am Meer.
Deine Hand berührt mich. Ich öffne die Augen. „Wir müssen gehn“, sagst du.

Dammbruch
in der Kuhle sammelt sich
Salz


Fastenzeit 2020
Haibun

An unserem Leben hat sich nicht wirklich viel geändert, haben wir doch keine Familie mehr, haben wir nur uns. Sicher, früher fuhren wir täglich zum Einkaufen in die nahe Kleinstadt. Sind die Fußgängerzone hinauf geschlendert bis zum Schloss, wo man in einer alten Telefonzelle Bücher tauschen kann. Gute Gespräche mit Gleichgesinnten: garantiert.

Kopfstein-
Pflaster … wir stolpern
über Die Pest

Bald ist Ostern. In den Gassen der Altstadt haben die winzigen Läden seit Wochen geschlossen. Ihre Inhaber sehen wir neuerdings auf Supermarkt-Parkplätzen, aber nur noch einmal pro Woche und von weitem. Mit keinem plaudern wir mehr.

lächelnde Augen
eine der Masken
bist du


Sommergras 129, Juni 2020; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 20. Juni 2020
4 Renhai von Gabriele Hartmann & Christof Blumentrath


kalter Krieg
die verstreuten Dörfer
tief verschneit

Back in the USSR
noch nicht geschmolzen: der Schnee

Blick hinüber
am Ufer festgefahren
sein Papierschiffchen

GH T GH CB

***

endlose Felder
in changierendem Rot
das 7. Universum

Glass Onion
zerbrochen nun: Zeit und Raum

zweimal gedreht
sein letztes Puzzleteil
Abendzwielicht

GH T GH CB

***

wie ich mich drehe
und wende: Satan starrt
aus dem Spiegel

Revolution 9
geht einfach weiter, Frau Lot

dort!
ein Faden Lametta
im Osterfeuer

GH T GH CB

***

Sommerabend
ihr Körper riecht nach Pferd

Good Night
auf die Stirn geküsst

den Scheitel
der Himmelsleiter krönt
ein Hufeisenmond

CB T CB GH

Sommergras 129, Juni 2020; Hrsg. Deutsche Haiku-Gesellschaft e. V.

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neu am 15. Juni 2020
zwei Haiga von Gabriele Hartmann

Sternennacht

Sternennacht
was wir wussten
damals und was nicht

erst: haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel

ein Stern & ein Stern

ein Stern & ein Stern . . . die Distanz in seinen Worten gegen unendlich

erst: haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel

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neu am 15. Juni 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann


ob ich spreche
oder schweige – es regnet
Apfelblüten

erst: haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel

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neu am 1. Juni 2020
2 Tan-Renga-Haiga von
Christof Blumentrath & Gabriele Hartmann

H tiefe Blicke


tiefe Blicke
sie wünscht sich
nichts

unberührt
die Schale Tee

Vers 1: Gabriele Hartmann
Vers 2 & Foto: Christof Blumentrath

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Mendocino

Mendocino
der Maurerlehrling pfeift
ein anderes Lied

in den Fugen
ein frischerer Ton

Vers 1: Christof Blumentrath
Vers 2 & Foto: Gabriele Hartmann

erst: Haiga im Focus, Hrsg. Claudia Brefeld


neu am 15. Mai 2020
2 Tanka von Gabriele Hartmann


aufgetaucht
aus der Quarantäne
wie schlank
er doch geworden ist …
mein Frosch vom vergangnen Jahr

die faulen Blätter
ich fisch sie aus dem Teich
nur ganz am Grund
lass ich sie liegen … mir würd’s
– wär ich ein Frosch – gefallen!

erst: www.einunddreissig.net Hrsg.: Dr. Tony Böhle


***

Valeria Barouch schreibt hierzu
Ein Tanka, das mich besonders anspricht


Man kann an Laub, selbst im Zustand nahender Fäulnis, Gefallen finden ohne ein Frosch zu sein, wenn die Umstände ein besonderes Licht darauf werfen. Dieses Tanka hat bei mir sogleich Bilder von einem Besuch der Tropfsteinhöhlen von Vallorbe im Jura vor vielen Jahren wachgerufen. Nach dem Durchwandern der majestätischen Grotten entlang des unterirdischen Flusslaufes der Orbe, schien es unmöglich aus der zauberhaften Welt direkt in den nüchternen Alltag zurückzukehren. Das Erkunden des Waldes war deshalb das Naheliegendste. Es war früh im April, überall lag noch Laub und der Grund eines schmalen Baches war damit teppichartig ausgelegt. Das Licht, das durch noch fast kahle Baumkronen fiel, zeichnete silberne Muster auf das sanft  fließende Wasser. Darauf spiegelte sich auch ein Ast auf dem zartes Grün ein paar Knospen sprengte. Die Blattformen am Grund waren noch klar erkennbar, doch die Farbe kündete die nächste Phase an – die Verwesung. Der lyrische Moment lag wohl mehr in diesem Nebeneinander von Geburt und Zerfall als im Charm des dunkelbraunen Bachgrundes. Ein Frosch hätte sicherlich an dem Blätterteppich auch Gefallen gefunden, allerdings ganz ohne ästhetische Erwägungen. Dessen Tauglichkeit als Schutzplatz oder Überwinterungsort wäre ihm wichtig gewesen.

Dieses Tanka weckte nicht nur poetische Erinnerungen, es ließ mich auch schmunzeln, denn es erlaubt eine Interpretation, die über das  Naturbild hinausgeht.

Besitzer eines Gartenteiches wissen natürlich, dass dieses Glück auch seine Kehrseiten hat. Man muss hin und wieder etwas mehr für dieses Stückchen Natur tun als nur Blätter von der Oberfläche entfernen. Je nach Jahreszeit müssen Pflanzen zurückgeschnitten, Algen entfernt oder sogar Schlamm herausgeputzt werden. Letzteres ist keine Aufgabe um die man sich reißt.

Vielleicht ist dies nun gerade so ein Jahr an dem etwas mehr Einsatz auf der Agenda des Teiches steht, offenbar aber nicht auf derjenigen der Autorin. Ihre Reinigung endet mit dem Bekenntnis „nur ganz am Grund lass ich sie liegen… „. Zeigen die Auslassungspunkte an, dass sie nach einer Rechtfertigung sucht? Ein geschicktes Alibi ist denn auch das Resultat der Überlegung: „mir würd’s – wär ich ein Frosch – gefallen! „. Ob  ein Frosch ihr Recht geben würde, lässt sich nicht eruieren. Mir jedenfalls gefällt die Wendung, welche die Geschichte nimmt.

erst: www.einunddressig.net; Hrsg: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2020
Tanka-Prosa von Gabriele Hartmann


Königskinder


Auf Straßen und Plätzen kaum Verkehr, ungewohnte Stille. Wären da nicht warnende Stimmen, wollt’ man sich beinah’ daran gewöhnen.

Nudeln kaufen sie
Mehl und Klopapier – klappern
die Läden ab

Über allem der Himmel: strahlend blau und wolkenlos, keine Kondensstreifen. Daran könnt’ man sich gewöhnen.

und ich? putz’ die Rollläden
als hätt’ das auch einen Sinn

Wir werden uns daran gewöhnen. An Warnung & Vorsicht, an Maske & Abstand.

Königskinder
in der Mitte des Stroms
treibt ihr Blick

Lt. heutigen Nachrichten bleiben auch Hochwohlgeborene nicht verschont.

und wir? küssen und umarmen uns
als wär’s zum letzten Mal

Wir?
Wir doch nicht.
Doch nicht wir!

erst: www.einunddressig.net; Hrsg: Dr. Tony Böhle

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neu am 15. Mai 2020
ein Haiga von Gabriele Hartmann

Patient Null


Patient Null
die wirren Locken
unserer Spuren

erst: Haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel

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neu am 15. Mai 2020
ein Haiku von Gabriele Hartmann


am Ende
eines langen Tages – Stille
in die Regen fällt

erst: Haiku-heute.de; Hrsg. Dr. Volker Friebel


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neu am 1. Mai 2020
zwei Haiga von Gabriele Hartmann

Frühlingserwachen

Frühlingserwachen
im Tagebuch
ein fremder Duft

erst: Haiga im Focus, Hrsg. Claudia Brefeld

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behutsame Schritte


behutsame Schritte
was Nähe
uns bedeutet

erst: Haiga im Focus, Hrsg. Claudia Brefeld

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Und wo sind jetzt die all schönen Beiträge vor dem 1. Mai 2020?

Tipp:

Alle veröffentlichten Haiga finden Sie unter Markt / Haiga: http://bon-say.de/haiga/

und alle herausgegebenen Bücher mit ihren Rezensionen unter Verlag / Genre / Alle: http://bon-say.de/genre/

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Viel Freude beim Stöbern wünscht

Gabriele Hartmann